Gesundheitliche Versorgung: Der Verantwortliche heißt Christian Stöckl

Walter Bacher kritisiert Stöckl heftig dafür, einmal mehr die Verantwortung von sich wegzuschieben

Nur wenige Tage, nachdem die ÖVP Salzburg die Sorgen in der Bevölkerung um das Krankenhaus Mittersill als unbegründet darstellte und erneut die seit Jahren versprochenen Investitionen ankündigte, macht sich der zuständige Gesundheitsreferent Christian Stöckl plötzlich auch selbst wieder Sorgen. Kleinere Spitäler und die hausärztliche Versorgung am Land seien in Gefahr, verkündete er in einem Interview mit dem ORF und machte im selben Atemzug die Bundesregierung dafür verantwortlich. Beim NR-Abgeordneten und Pinzgauer SPÖ-Bezirksvorsitzenden Walter Bacher sorgen diese Aussagen einmal mehr für Unverständnis und Ärger: „Für die Misere im Krankenhaus Mittersill gibt es genau einen Verantwortlichen und der heißt Christian Stöckl.“

Christian Stöckl soll Verantwortung übernehmen

„Von einem Großteil der sieben Ärztinnen und Ärzte [Anm.: von insgesamt 15 Arztstellen], die seit September das Krankenhaus Mittersill verlassen haben, ist bekannt, dass der Zick-Zack-Kurs der Landesregierung der wesentliche Grund für diesen Schritt war. Aufgrund des Mangels wurde die Bettenzahl auf der Internen von 40 auf 20 halbiert. In der Nacht ist zeitweise überhaupt kein ärztliches Personal anwesend“, berichtet Walter Bacher und ergänzt: „Aus diesem Grund wurden die Hausärzte und das Rote Kreuz angewiesen, am Wochenende und in der Nacht alle Patienten nach Zell am See zu überweisen bzw. zu bringen. Auch am Osterwochenende gibt es mehrere dokumentierte Fälle. So schauen die Versprechungen des Herrn Stöckl aus.“

Schuld daran ist aber mit Sicherheit nicht das Arbeitszeitgesetz, sondern Stöckls Planlosigkeit in seiner Gesundheitspolitik“, ist Bacher nicht überrascht, dass Ärzt_innen davor zurückschrecken,  sich im Oberpinzgau anzusiedeln.

Ist Christian Stöckl mit seiner Aufgabe als Gesundheitsreferent überfordert?

Bereits in der Vergangenheit schob Christian Stöckl gerne anderen die Schuld für die Probleme in der Salzburger Gesundheitspolitik zu. So etwa machte er erst kürzlich die Gemeinde Zell am See dafür verantwortlich, dass es im Tauernklinikum an Plätzen für Dialysepatient_innen fehlt. Gleichzeitig wird die Anzahl der ‚Baustellen‘ immer größer. So steht neben der Misere rund um das Krankenhaus Mittersill auch die Reduktion der Öffnungszeiten im Krankenhaus Hallein, die fehlende notärztliche Versorgung im Tennengau und wie ein tragischer Todesfall bewies, auch im Flachgau. „Selbst der notärztliche Stützpunkt im Pinzgau wurde erst umgesetzt, nachdem wir gemeinsam mit Expertinnen und Experten so hart dafür gekämpft haben,“ betont Bacher. Die notärztliche Versorgung ist Landeskompetenz. Die landesweite notärztliche Versorgung wurde bereits im Oktober 2015 im Salzburger Landtag beschlossen. Umgesetzt wurde sie von Stöckl bis dato nicht.

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Daniel Winter, MA Pressesprecher

 

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