Menschen ohne Girokonto am Rande der Gesellschaft

150.000 ÖsterreicherInnen ohne Girokonto können zukünftig aufatmen

Alle Österreicherinnen und Österreicher ohne Girokonto können zukünftig aufatmen, sagte der Salzburger SPÖ-Abgeordnete WalterBacher am Donnerstag im Nationalrat. „Wir als Politiker sind dafür verantwortlich einen passenden Rahmen zu schaffen, der vor allem die Menschen, die aufgrund von Schicksalsschlägen ihre Arbeit verloren haben, nicht zusätzlich noch an den Rand der Gesellschaft drängt“, fordert Bacher. „Problematisch wird es ohne Girokonto vor allem bei der Arbeitssuche oder auch bei der Wohnungssuche“, denn in beiden Fällen, so Bacher, stoße man bei einem fehlendem Girokonto oft auf Ablehnung. Ein weiterer Nachteil sei die Bareinzahlung als einzige Alternative, so Bacher. „Alle wissen, dass Bareinzahlungen viel teurer sind als bargeldloser Zahlungsverkehr.“

2013 waren es rund 150.000 Menschen, die aus verschiedensten Gründen keine Möglichkeit auf ein eigenes Girokonto hatten. Im Zuge der EU-Zahlungskonten-Richtlinie soll sich dieser Umstand in Zukunft ändern. Denn künftig soll jeder Mensch ein Recht auf ein Girokonto haben.

Jede/r EU-BürgerIn habe laut diesem Beschluss des EU-Parlaments das Recht auf ein Girokonto, auch ohne festen Wohnsitz. „Damit können wir sozialer Benachteiligung entgegenwirken und die Selbstverantwortung und Selbstachtung der Menschen unterstützen“, erläutert der Nationalratsabgeordnete.

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