„Tag der Lehre“ – Aufwertung der Lehre zügig vorantreiben

OTS0120 5 II 0526 SPK0002 WI Mi, 19.Okt 2016 SPÖ / Grossmann / Muchitsch / Unterrainer / Bacher / Hechtl / Arbeitsmarkt / Lehre Grossmann, Muchitsch, Unterrainer, Bacher, Hechtl zum „Tag der Lehre“ – Aufwertung der Lehre zügig vorantreiben

Lehrlingsfonds könnte Lastenausgleich bringen und Qualität der Lehre weiter steigern Wien (OTS/SK)

SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann betont zum heutigen Tag der Lehre, dass „die Aufwertung der Lehre entsprechend dem Regierungsprogramm zügig umzusetzen ist“. Ergänzend zum Regierungsprogramm spricht sich Grossmann für einen Lehrlingsfonds aus, der einen Lastenausgleich bringen soll zwischen Betrieben, die Lehrlinge ausbilden, und jenen Firmen, die diese verantwortungsvolle Aufgabe nicht übernehmen. Gemeinsam mit Grossmann betonen die SPÖ-Abgeordneten Josef Muchitsch, Johann Hechtl, Max Unterrainer und Walter Bacher, wie wichtig die Lehre im österreichischen Berufsbildungssystem ist und dass die Kompetenz der heimischen FacharbeiterInnen herausragend sei – umso wichtiger sei es, alles zu tun, um die Lehre weiter zu stärken, den Lehrberuf aufzuwerten und Betriebe, die diese Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen, zu unterstützen.

**** SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch verweist darauf, dass es in der Bauwirtschaft bereits einen Lehrlingsfonds gibt. Der Fonds wird aus einer Ausbildungsumlage dotiert, die von allen Betrieben der Branche eingehoben wird. Mit diesen Mitteln werden dann die Betriebe gefördert, die der Lehrlinge ausbilden. Für Muchitsch wäre es ein wichtiger Schritt, dieses Modell mit dem Ausbildungsfonds auf alle Lehrbetriebe und Branchen auszuweiten. Zukunftschancen für Jugendliche im Tourismus „Investitionen in die Lehrlingsausbildung sind wichtige Investitionen in unsere Jugend und sorgen für eine gesicherte Facharbeiterausbildung, das ist eine Investition in die Zukunft und stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich“, betont der niederösterreichische Nationalratsabgeordnete Johann Hechtl. Die im Regierungsprogramm festgelegte Anpassung der Berufsschulzeit für die dreijährigen Lehrberufe (1260 Stunden) gewährleistet eine umfangreiche, theoretische und praktische Basisausbildung, ergänzt Hechtl.

Auch SPÖ-Tourismussprecher Max Unterrainer spricht sich für die Einführung eines Lehrlingsfonds aus. Gerade in der Tourismusbranche haben Lehrlinge einen wichtigen Stellenwert. Auch biete die Hoteliers- und Gastronomiebranche beste Gelegenheiten für einen beruflichen Aufstieg mit Lehre, unterstreicht Unterrainer. „Es ist wichtig, die Bedeutung der Lehre und auch die Chancen, die diese Berufsausbildung jungen Menschen eröffnet, zu betonen. Die Lehre zu stärken, muss daher auf beiden Seiten, auf jener der Betriebe genauso wie auf jener der jungen Menschen, ansetzen“, so Unterrainer. Jugendliche, die mit der Berufswahl sehr weitreichende Entscheidungen treffen, brauchen dabei Beratung, Hilfestellung und natürlich das beste Angebot in der Lehre. Dabei könne man mit dem Lehrlingsfonds viel bewirken, betonte Unterrainer.

Gute Lehrausbildung stärkt ländlichen Raum SPÖ-Nationalrat Walter Bacher hebt hervor, wie wichtig die Lehre für ländliche Regionen ist; eine qualifizierte Lehrausbildung sei ein wesentlicher Beitrag für mehr Lebensqualität. „Die jungen Menschen können so ihre Ausbildung vor Ort absolvieren und müssen auch nach Abschluss der Lehre nicht auspendeln“, so Bacher. Dies sei auch die Initialzündung für den Lehrberuf „Seilbahntechnik“ gewesen, ergänzt der Verhandlungsführer für die Kollektivvertragsverhandlungen der österreichischen Seilbahnen. Mittlerweile ist der Lehrberuf und damit die Fachkraft Seilbahntechniker etabliert und vor allem in Freizeit- und Tourismusregionen ein wesentlicher Beitrag zur Anhebung qualifizierter Arbeitsplätze. Auch Südtirol und Deutschland haben die Qualität der Ausbildung in Österreich erkannt und entsenden seit einigen Jahren ihre Lehrlinge zur schulischen Ausbildung in die Landesberufsschule Hallein. In einem nächsten Schritt soll der Lehrberuf zur Doppellehre „Seilbahntechnik und Elektrotechnik“ erweitert werden, um die Qualifikation weiter auszubauen und den Arbeitsbereich dieser Fachkräfte auszuweiten. (Schluss)

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