Walter Bacher auf Betriebsbesuch beim Sanitätshaus Lambert

„Orthopädische Versorgung im ländlichen Raum muss gewährleistet sein“

Durch Orthesen, Prothesen und Silikonersatz der Gliedmaßen können zahlreiche Menschen, die durch Unfall, Krankheit oder auch durch angeborene Handicaps wieder an Lebensqualität gewinnen. Nicht zuletzt auch durch die Filialen des Sanitätshauses Lambert in den Bezirken ist die Versorgung der PatientInnen vor Ort gesichert. „Menschen, die Bedarf haben, sind in Ihrer Mobilität eingeschränkt, da ist die Versorgung vor Ort umso wichtiger damit Kunden und Kundinnen wohnortnahe zu uns kommen können“, unterstreicht Franz Kornpeintner, Geschäftsführer des Sanitätshauses Lambert gegenüber Walter Bacher, Abg. z. Nationalrat, der mit Franz Kornpeintner und Firmengründer Kommerzialrat Gerhard Lambert die Filialen der Sanitäshauses Lambert in St. Johann im Pongau, in Tamsweg und der Stadt Salzburg besuchte.

Der Schwerpunkt liegt bei Sanitätshaus Lambert GmbH in der Erstellung von handgefertigten Orthesen, Prothesen und Rollstühle, sowie der Verkauf von Sanitätsartikeln. Kommerzialrat Gerhard Lambert selbst begann 1958 als Lehrling und übernahm 1967 die Geschäftsführung der Johann Lambert GmbH. Er baute das Familienunternehmen zu der heutigen Größe aus. Der Betrieb Ortho-Aktiv in der Steiermark mit ca. 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird vom Sohn Mag. UDO Lambert geführt. Franz Kornpeintner führt nunmehr den Betrieb als gewerberechtlicher Geschäftsführer mit ca.170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Salzburg, Oberösterreich und Tirol. Kornpeintner selbst war langjährig als Orthopädietechniker Meister und Filialleiter im Unternehmen tätig und übernahm 2013 die Geschäftsführung vom Sanitätshaus Lambert, seit 2015 auch die Geschäftsführung von Lambert Einlagen Schuh GmbH. Derzeit werden an die 5.000 Paar Einlagen von Lambert pro Jahr gefertigt. Dies entspricht 35% – 40% von den in Salzburg gefertigten Einlagen. 

Bacher: Gute Arbeit hat seinen Wert

Walter Bacher, der bereits die Orthopädieschuhmacher Nindl und Forster in Bramberg und Uttendorf besuchte, bestätigt auch hier: „Einerseits sind die Krankenkassen gefragt, zu kontrollieren, ob die Vertragsleistungen eingehalten werden. Wird nach Vertragsleistung gearbeitet, ist der Patient an sich gut versorgt. Andererseits sind die Tarife seitens der Krankenkassen ebenfalls zu überdenken, da gute Arbeit auch seinen Wert haben muss. Wenn die Leistung den Tarif, den die Kasse zahlt, übersteigt, muss der Tarif neu diskutiert werden. Schlussendlich hängen damit auch wertvolle Arbeitsplätze zusammen“, gehen für Walter Bacher Gesundheit und Sicherheit der Arbeitsplätze Hand in Hand.

Diese Leistungen bedeuten, dass die PatientInnen wieder mehr Lebensqualität erreichen. Vielfach geht es darum, dass Menschen nach Unfällen wieder ihrer oder einer adäquaten Arbeit nachgehen  und einen normalen Alltag führen können“, bringt Walter Bacher die verschiedenen Komponenten auf den Punkt. Außergewöhnliche Arbeit wird im Silikonlabor des Sanitätshaus Lambert geleistet. Hier ist die Standardversorgung durch die Kassen vielfach zu gering. Leider wird die psychische Komponente der PatientInnen zu wenig miteinbezogen. „Es ist ein Unterschied, ob eine Frau, deren Fuß bei der Ferse endet, durch einen naturgetreu nachgebauten Silikonersatzfuß im Sommer entsprechend gekleidet auch mit Sandalen und kürzeren Hosen gehen kann, oder durchgehend mit langen Hosen und festen Schuhen gehen muss, weil die „Krankenkasse-Prothese“ alle Blicke auf sich zieht“, sensibilisiert Kurt Schaumburger.

„Die Qualität der orthopädischen Versorgung muss auf dem Land genauso gut sein wie in der Stadt. Mit den bisher besuchten Orthopädiebetrieben ist dies in Salzburg gegeben“, stellt Bacher zufrieden fest.

Zur Diskussion über die Zusammenlegung der einzelnen Krankenkassen gehört auch die Diskussion über die Angleichung der verschiedenen Leistungen. Individuelle Arbeit wie bei den Orthopädietechnikern oder –schuhmachern gehört entsprechend abgegolten, ist Bacher überzeugt. Ein langer Weg, der hier zu gehen ist. Bacher hat bereits diese Thematik beim Hauptverband vorgebracht und einen internen Diskussionsprozess in Gang gesetzt. Zumindest ein erster Erfolg.(Schluss)

Für Rückfragen: Walter Bacher            0664/421 44 32

Franz Kornpeintner 0664/541 39 13

 

 

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