Walter Bacher zu „Aus“ für Aktion 20.000 und Beschäftigungsbonus

 Initiative brachte für viele Menschen Hoffnung auf Arbeit

 „Vor allem in der ländlichen Region ist jeder Arbeitsplatz mit annehmbaren Rahmenbedingungen sehr viel wert. Zu oft gibt es zwar freie Stellen, aber die Bezahlung ist dermaßen schlecht, dass davon das Leben schwer zu bestreiten wäre. Mit der „Aktion 20.000“ wurden nicht nur Arbeitsplätze geschaffen sondern auch entsprechende finanzielle Rahmenbedingungen für ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen mitbedacht – für beide Seiten ein Gewinn“, sagt der Pinzgauer Nationalratsabgeordnete Walter Bacher zum Einfrieren bzw. Aus der „Aktion 20.000“ und dem Beschäftigungsbonus durch die vor Weihnachten angelobte ÖVPFPÖ-Regierung. 

499 Menschen über 50 sind derzeit allein im Pinzgau trotz laufender Wintersaison auf Arbeitssuche. 33 wären zur Zeit für die „Aktion 20.000“ vorgemerkt. Rund die Hälfte befinden sich in einem Vorbereitungslehrgang für einen fixen Arbeitsantritt. Der Pongau hat als Pilotregion mit Juli 2017 starten dürfen und da konnten bis jetzt schon 40 Menschen ihre Arbeit antreten. 38 Arbeitssuchende im Lungau würden derzeit für die Beschäftigungsaktion 20.000 in Frage kommen, und 8 Beschäftigungsverhältnisse sind durch diese Aktion bereits aufrecht.
Salzburgweit sind zur Zeit 139 Arbeitssuchende für diesen Jobmotor gemeldet. Eine Region, wo um jeden Arbeitsplatz gekämpft werden muss, trifft das Einfrieren der Aktion doppelt so hart“, bedauert Bacher den Schritt der Regierung.

„Diese Aktion gab Menschen Hoffnung auf eine Zukunft und wird, bevor sie richtig fruchten kann, wieder „eingefroren““ 

Die Eile der ÖVPFPÖ-Regierung, diese Aktion zu stoppen, ist für den Pinzgauer Nationalratsabgeordneten in diesem Zusammenhang nicht nachvollziehbar. Seit Wochen wird in den Medien mitgeteilt, dass die Wirtschaft gut läuft und sich die Staatsfinanzen positiv entwickeln. „Diese positive Entwicklung spüren die 1718 vorgemerkten Arbeitssuchenden im Pinzgau leider nicht“, betont Bacher, „diese Menschen brauchen Arbeit und vor allem Arbeit, wo sie ihrer Fähigkeiten entsprechend ihre Leistung erbringen können und der Verdienst so ausfällt, dass das Leben lebenswert bestritten werden kann“. Natürlich gibt es viele offene Arbeitsstellen, aber es gibt ebenso viele Ursachen, warum diese nach wie vor frei sind, weiß Bacher. Hier liegt großes Potential verborgen und für die Regierung gibt es viel zu tun.

Rückfragehinweise: Walter Bacher 0664/4214432